Welche Tiere wurden in Podhale gezüchtet: Schafe, Kühe und ihr Einfluss auf die Küche

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Welche Tiere wurden in Podhale gezüchtet: Schafe, Kühe und ihr Einfluss auf die Küche

Ohne Tiere gäbe es die Hochlandküche, wie wir sie kennen, nicht. Es waren Schafe und Kühe, und nicht die Felder –, die die wichtigsten Produkte lieferten: Milch, Käse und Fett. Die Viehzucht im Podhale hatte jedoch ihre eigene, streng gegliederte Welt, in der jedes Tier und jeder Mensch seine Rolle hatte. Schauen wir uns an, was und wie gezüchtet wurde und wie sich dies auf den Teller auswirkte.

Zwei Welten der Tierhaltung: Schafe und Kühe

Die Hochland-Weidewirtschaft gliederte sich in zwei unterschiedliche Formen, die völlig unterschiedlich betrieben wurden.

Schafe, d. h. gemeinschaftliche Bewirtschaftung auf den Almen

Die Schafzucht war ein gemeinschaftliches Unterfangen. Sie basierte auf dem Miteigentum an den Almen und der gemeinschaftlichen Weidehaltung. Die Bauern legten ihre Herden zusammen, um sie gemeinsam die ganze Saison über hoch in den Bergen weiden zu lassen.

Kühe, eine individuelle Angelegenheit

Ganz anders sah die Rinderzucht aus. Sie wurde individuell betrieben, hauptsächlich auf Lichtungen, und das Vieh wurde vor allem wegen der Milch gehalten. Die Kuh war auf dem Hof die Grundlage für die hauseigene Milchproduktion.

Die Schafzüchter: „Baca (Senner)“, „Juhas (Schäfer)“ und „Honielnik“

Die gemeinsame Weidehaltung erforderte Organisation und eine Hierarchie. An ihrer Spitze stand der „Baca“, der Weideverwalter, der von der Gruppe der Landwirte gewählt wurde und in der Regel einer der wohlhabendsten Miteigentümer war. Unter ihm arbeiteten die „Juhas“, die sich um die Weidehaltung und das Melken der Schafe kümmerten. Ganz unten in der Hierarchie stand der „honielnik“, ein Junge, der die Schafe zusammentrieb.

Bezahlung in Käse

Wie sehr Käse hier als Währung diente, zeigt sich an der Art der Bezahlung. Ein Hirte konnte etwa hundert Schafe weiden, und „Juhas“ erhielt für einen Arbeitstag einen „Oscypek-Schafskäse“. Käse war also nicht nur Nahrung, sondern auch ein Wertmaßstab.

Was die Schafe lieferten: Milch, die reichhaltiger ist als Kuhmilch

Schafsmilch ist konzentrierter als Kuhmilch und reichhaltiger an Fett, Eiweiß und Mineralstoffen. Sie war es, und nicht das Fleisch, die den wichtigsten Beitrag der Schafe zur Küche leistete.

Bryndza-Schafskäse, Oscypek-Schafskäse, Bundz und Redykołka

Auf den Almen wurde aus Schafsmilch eine ganze Familie von Käsesorten hergestellt. Bundz ist ein frischer, weißer Käse, Bryndza-Schafskäse ist seine weiche, gesalzene Variante, Oscypki sind harte, spindelförmige Käsesorten und Redykołki sind kleine Käsestücke, die oft mit Mustern verziert sind.

Drei Produkte mit EU-Zertifikat

Der Stellenwert dieser Erzeugnisse ist heute offiziell bestätigt. „Bryndza-Schafskäse podhalańska“, „Oscypek-Schafskäse“ und „Redykołka“ haben den EU-Status „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ erhalten. Dies ist ein Gütesiegel für Produkte mit jahrhundertelanger Tradition.

Käse als Aushängeschild der Region

Dank dieser Zertifikate sind die Käsesorten aus dem Podhale heute in ganz Europa bekannt, und ihre Rezepturen sind vor Fälschungen geschützt.

Cakiel aus dem Podhale, eine Schafrasse aus vergangenen Zeiten

Es ist interessant zu wissen, dass die Käsesorten früher aus der Milch einer ursprünglichen, alten Schafrasse hergestellt wurden. Der Podhale-Cakiel ist eine einheimische Bergschafrasse, die heute vom Aussterben bedroht ist und nur noch eine kleine Population aufweist. Sie lieferte über Jahrhunderte hinweg die Milch für Oscypek und Bryndza, bevor sich neuere Bergschafrassen durchsetzten.

Tiere auf dem Hof: Schweine, Pferde, Geflügel

Schafe und Kühe waren nicht alles. Auf einem Bergbauernhof wurden auch Schweine, Pferde sowie Geflügel, also Hühner, Gänse und Enten, gehalten. Der Umfang der Tierhaltung hing vom Wohlstand ab. Auf einem wohlhabenden Hof gab es manchmal sogar bis zu zehn Kühe, mehrere Färsen, fünfzig bis sechzig Schafe, Schweine und einige Pferde. Ein armer Hof konnte sich höchstens eine Kuh mit Kalb und drei bis vier Schafe leisten.

Das Schwein, Quelle wertvollen Schweinespeck

Schweine hatten in der Küche eine besondere Bedeutung, da sie Schweineschmalz lieferten, eines der wichtigsten Fette der täglichen Küche, das sowohl frisch als auch geräuchert geschätzt wurde.

Wie die Tiere die Bergküche prägten

Die Tierhaltung wirkte sich auf den Speiseplan in einer Weise aus, die heute vielleicht überraschen mag.

Warum trotz Tierhaltung wenig Fleisch gegessen wurde

Obwohl es auf dem Hof Tiere gab, war Fleisch eine Seltenheit. Rinder wurden wegen der Milch gehalten, nicht zum Schlachten; Schafe wurden wegen ihrer Milchprodukte und ihrer Wolle geschätzt, wobei die wertvollsten Milchprodukte oft verkauft wurden. Daher bildeten Milchprodukte die Proteinquelle, Schweineschmalz die Fettquelle, und Fleisch, meist Hammelfleisch, kam vor allem an Feiertagen auf den Tisch.

Der Rhythmus des Hirtenjahres: der „Redyk“

Das Leben der Viehzüchter wurde vom „Redyk“ bestimmt, also dem feierlichen Aufbruch der Schafe auf die Almen im Frühjahr, meist im März oder April, sowie ihrer Rückkehr im Herbst. Traditionell endete die Weidezeit am Michaelistag, dem 29. September. Dieser Rhythmus bestimmte, wann frische Milch und Käse auf den Hof gelangten.

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Die Grundlage der Weidewirtschaft bildeten Schafe und Kühe, doch auf dem Hof wurden auch Schweine, Pferde sowie Geflügel, also Hühner, Gänse und Enten, gehalten. Der Umfang der Tierhaltung hing vom Wohlstand ab. In einem wohlhabenden Haushalt gab es manchmal sogar bis zu zehn Kühe, fünfzig bis sechzig Schafe, Schweine und mehrere Pferde. Ein armer Haushalt konnte sich höchstens eine Kuh mit Kalb und einige Schafe leisten.

Die gemeinsame Schafweide erforderte Organisation und eine Hierarchie. An ihrer Spitze stand der „Baca (Senner)“, der Weideverwalter, der von der Gruppe der Landwirte gewählt wurde und in der Regel einer der wohlhabendsten Miteigentümer war. Unter ihm arbeiteten die „Juhas (Schäfer)“, die sich um die Weidehaltung und das Melken der Schafe kümmerten. Ganz unten in der Hierarchie stand der „honielnik“, ein Junge, der die Schafe zusammentrieb.

Schafsmilch ist konzentrierter als Kuhmilch und reichhaltiger an Fett, Eiweiß und Mineralstoffen. Sie war es, und nicht das Fleisch, die den wichtigsten Beitrag der Schafe zur Küche darstellte. Aus ihr wurde eine ganze Familie von Käsesorten hergestellt: Bundz, Bryndza, Oscypek und Redykołka. In einer auf Milchprodukten basierenden Wirtschaft war das Schaf daher lebend wertvoller als auf dem Teller.

Drei Erzeugnisse haben den EU-Status einer geschützten Ursprungsbezeichnung erhalten: „Bryndza-Schafskäse“ aus dem Podhale, „Oscypek-Schafskäse“ und „Redykołka“. Dies ist ein Gütesiegel für Produkte mit jahrhundertelanger Tradition. Dank dieser Zertifikate sind die Käsesorten aus dem Podhale heute in ganz Europa bekannt. Ihre Rezepturen sind zudem vor Fälschungen geschützt.

Das ist ein scheinbares Paradoxon, das sich aus der Rolle der Tiere ergab. Rinder wurden wegen der Milch gehalten und nicht zur Schlachtung, Schafe wurden wegen ihrer Milch und Wolle geschätzt, und die wertvollste Milch wurde oft verkauft. Daher bildeten Milchprodukte die Hauptproteinquelle, Schweineschmalz die Haupfettquelle, und Fleisch kam hauptsächlich an Feiertagen auf den Tisch. Wenn es doch einmal serviert wurde, handelte es sich meist um Hammelfleisch.

Es handelte sich um zwei getrennte Welten, die völlig unterschiedlich geführt wurden. Die Schafzucht war ein gemeinschaftliches Unterfangen, das auf dem Miteigentum an Almen und der gemeinsamen Weidehaltung hoch in den Bergen während der gesamten Saison beruhte. Kühe wurden individuell gehalten, hauptsächlich auf Lichtungen und vor allem zur Milchgewinnung. Die Kuh bildete die Grundlage für die hauseigene Milchproduktion, während die Schafe in größerem, gemeinschaftlichem Maßstab Käse lieferten.

Der „Honielnik“ stand ganz unten in der Hirtenhierarchie und war in der Regel ein Junge, der die Schafe hütete. Über ihm standen die „Juhas (Schäfer)“, die für das Weiden und Melken zuständig waren. Die gesamte Herde wurde vom „Baca (Senner)“ geleitet, der von der Gruppe der Landwirte gewählt wurde. Diese Hierarchie zeigt, wie gut organisiert die gemeinsame Weidehaltung auf den Almen war.

In den Sattelhütten wurde aus Schafsmilch eine ganze Reihe von Käsesorten hergestellt. „Bundz“ ist ein frischer, weißer Käse, während „Bryndza-Schafskäse“ dessen weiche, gesalzene Variante ist. Oscypki sind Hartkäse mit einer charakteristischen, spindelförmigen Gestalt. Redykołki hingegen sind kleine Käsestücke, die oft mit Mustern verziert sind.

Das Podhale-Cakiel ist eine einheimische, ursprüngliche und alte Bergschafrasse. Heute ist sie vom Aussterben bedroht und hat nur noch einen geringen Bestand. Über Jahrhunderte hinweg lieferte gerade diese Rasse die Milch für Oscypek und Bryndza. Erst später setzten sich neuere Bergschafrassen durch.

„Redyk“ bezeichnet den feierlichen Aufbruch der Schafe auf die Almen im Frühjahr, meist im März oder April, sowie ihre Rückkehr im Herbst. Traditionell endete die Weidezeit am Tag des Heiligen Michael, dem 29. September. Dieser Rhythmus bestimmte das gesamte Hirtenjahr. Er entschied auch darüber, wann frische Milch und Käse auf den Hof gelangten.

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Kwaśnica, oscypek z grilla, placki po zbójnicku, dania, o których piszemy, podajemy codziennie przy Kościeliskiej 8.